Der Limes - Grenzwall zwischen Römern und Germanen

Die Grenze zwischen Germanien und den von den Römern besetzten
Gebieten bildetzen der Rhein und die Donau. Diese beiden großen
Flüsse boten den Römern einen guten Schutz vor
räuberischen Überfällen der Germanen. Die
ungesvchützte Lücke wurde etwa 100 n. Chr. durch einen
Grenzwall, den Limes, gesichert.
Der Limes war 500 km lang und bestand im südlichen
Teil aus einer zwei bis drei Meter hohenm Mauer und im nördlichen
teil aus einem Palisadenzaun. Eine endlose Reihe tief in den Boden
gerammter und oben angespitzter Pfähle zog sich durch das Land,
zusätzlich noch gesichert durch einen Wall und einen vier bis
fünf Meter breiten Graben. Auf Sichtweite standen alle 500-1000
Meter Wachtürme. Wenn sich der Feind näherte, wurden von
Turm zu Turm Horn- oder Rauchsignale gegeben bis zu den
nächstgelegenen Kastellen, den Kasernen. Von dort rückten
dann die Legionäre aus um die Germanen zurückzuschlagen.
Wegen ihrer ständigen Kriege und Eroberungszüge waren die
Römer sehr gute und erfahrene Soldaten. Das Leben in der Armee war
hart. Befehle mussten sofort und ohne Widerspruch ausgeführt
werden. Vergehen wurden mit Peitschenhieben bestraft. Auf den langen
und beschwerlichen Märschen mussten die Soldaten neben ihren
Waffen auch Verpflegung für drei Tage und Arbeitsgeräte
tragen. Wenn die Soldaten nicht im Kampfeinsatz waren, mussten sie am
Ausbau der eroberten Gebiete mitarbeiten. Sie bauten Lager und
sicherten Grenzen. Vor allen Dingen wurden sie im Straßenbau
eingesetzt um den notwendigen Nachschub zu sichern.
Auch für die Instandhaltung ihrer Waffen und Kleidung waren sie
selbst verantwortlich. Aus den Werkstätten der einzelnen
Legionäre kamen Schuhe, Kleidung, Gesvchirr und Werkzeug. Wenn die
Soldaten nach ihrer Dienstzeit von etwa 20 Jahren aus der Armee
ausschieden, waren sie gut ausgebildete Handwerker.
Sie bekamen zur Entlassung eine Geldprämie. Die Offiziere
erhielten oft ein Stück Land, ein paar Stück Vieh und eionige
Sklaven aus den besetzten Gebieten. Dadurch wurde das Land für
Römer sicherer und die Bevölkerung immer "römischer".
Zur Zeit der größten Ausdehnung des Imperium Romanum (etwa
100 n. Chr.) bestand die Armee aus 28 Legionen. In jeder Legion waren
etwa 5.000 Soldaten.